Braumanufaktur Potsdam – Brauerei und Gasthaus mit Biergarten

Das war der Plan: Einen Tag vor Christi Himmelfahrt: Fahrradtour, Biergarten und am nächsten (Feier-) Tag schön ausschlafen. Es kam anders, ich erzähl’ mal wie und warum es trotzdem schön war.

Theoretisch wären es knapp über 30 km per Rad an ein paar Seen entlang und im Wald. Das ist machbar. Bei uns regnete es aber gerade am vorbestimmten Ausflugstag. Wir hätten die Zeichen erkennen müssen, die sagten: „Fahrt nicht mit dem Rad.“

"Fahr nicht mit dem Rad!" - Ist doch ganz deutlich.
„Fahr nicht mit dem Rad!“ – Ist doch ganz deutlich.

Sind wir aber doch! Gestartet am Bahnhof Grunewald, war meine Hose nach fünf Minuten durch. Oben rum war’s besser, hatte meine Laufklamotten an. Der Vorteil bei solchen Regentouren: Du hast die Straße für dich. Trotzdem, Frontalregen ist nicht so schön. Besonders wenn es nach Wannsee so richtig schön bergauf geht (also für Berliner Verhältnisse). Ok, zur Glienicker Brücke rollt man dann wieder schön runter.

Die Route - kann man auch bei Regen fahren.
Die Route – kann man auch bei Regen fahren.

Richtig schön wird’s entlang der Havel und des Templiner Sees. Kann man ruhig mal inne halten, wenn es nicht regnet. An der Potsdamer Rudergesellschaft vorbei, rechts rum, das Rad geschultert um über die Brücke zu kommen und schon ist man da.

 

Brauereirundgang

Wir waren nicht die Einzigen mit der Radtour-Idee, das konnten wir feststellen als wir ankamen. Das Ambiente des Gastraums ist eine Mischung aus Forsthaus und Brauerei, will sagen: ausgestopfte Tiere und alte Reklame-Blechschilder – Wo’s hinpasst … also hier passt es. Draußen gibt es einen großen Biergarten. Es waren auch noch nahezu alle Plätze frei … Da könnte es schön sein – ohne Regen.

Im Gastraum hat man frei Sicht auf die Braukessel, was bei uns die Hoffnung auf eine Führung im Sitzen erweckte.

Braukessel steht im Gastraum
Braukessel steht im Gastraum
Der Lehrling schaut in den Braukessel
Der Lehrling schaut in den Braukessel

Aber nein, etwas Bewegung tut uns gut. Und dann kommt eigentlich nichts Neues: Hopfen und Malz, hier kommt’s rein, da wird’s langgepumpt,

Da fließt das Bier lang.
Da fließt (unter anderem) das Bier lang.

wir gehen mal in den Keller und wieder hoch und guck mal, da ist die Flaschenwaschanlage,

Die Flaschenwaschanlage
Die Flaschenwaschanlage

wir schaffen n Flaschen am Tag. Interessant war die Entwicklung: klein angefangen, Kapazität erhöht, was schaffen wir jetzt und wo soll es hingehen. Und: Kronkorken gehen leichter auf die Flasche als Bügelverschlüsse.

 

Gastronomie

Es gibt was man erwartet: deftig – Wildgulasch und Klöße, Haxe, Bauernfrühstück … Es geht auch vegetarisch und an der Tür klebt das Zeichen von Slowfood Deutschland. Bemerkenswert viele Gäste kommen „nur“ zum Bierholen, das liegt vielleicht am kurz bevorstehenden Männertag. Essen ist ok, Bierdurst ist angesichts der Temperaturen begrenzt.

OK, dann wieder Abfahrt.

Radfahren (ohne Sonne)

Ich bin kein Radfahrer. Wie vermutlich die meisten Menschen habe ich ein Rad im Keller und benutze es wenig. Meine größte Sorge war irgendwo im Wald mit einem Platten zu stehen. Radkundige Kollegen sprachen sich für Flickzeug und/oder Ersatzschlauch aus. Größere Reparaturen am Rad habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr durchgeführt, daher habe ich mir noch eine Packung Füllmittel für den Schlauch geholt. Vor meinem geistigen Auge sah das irgendwie einfacher aus als den Schlauch zu flicken. Ist nix passiert – wär’ aber wenn ich es nicht mitgehabt hätte, soviel ist mal klar. Der Regen – ja der war doof. Das will man nicht. Die beste Investition war ein Regenschutz für den Rucksack, den ich einen Tag zuvor gekauft hatte.

 

Equipment
Equipment

Man kann eben nicht nur bei Sonne fahren (Ja, ich weiß, man kann schon). Aber machen wir die Rechnung mal anders rum auf: An einem Sonnentag hätten wir draußen im Biergarten gesessen. Mit zwei, drei Bieren mehr intus hätten wir den Heimweg angetreten. Per Rad dann eine Gesamtstecke von über 60 km gehabt. Der Muskelkater am nächsten Tag wäre mörderisch gewesen und der Sonnenbrand vermutlich auch. Und wir wären gut angetrunken Rad gefahren.

An meine Kollegen

An die die mit waren: Danke, hat Spaß gemacht. An alle anderen: Vorschlag für die nächste Tour de FranckKrongut Bornstedt mit Brauerei Bornstedter Büffel. Ist ungefähr genauso weit. Bernau war ebenfalls noch im Gespräch für eine mögliche nächste Tour. Wir müssen uns nur noch einen schönen Regentag aussuchen.

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