Über Essen / About Eating

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In diesem Blog geht es um Restaurants in Berlin, gutes Essen und gute Ernährung ganz allgemein. Gutes Essen, das ist mal klar, muss biologisch sein, möglichst aus dem Umland und wenn aus dem Ausland, dann auf jeden Fall fair gehandelt. Kein Formfleisch, kein Analogkäse, keine Zusatzstoffe, Pestizide oder krebserregende Plastikverpackungen. Das sollte schon drin sein … bzw. eben nicht. In diesen Tagen erschien der Datenreport für Deutschland 2011. Eine Menge Zahlen über Beschäftigung, Geld, Arbeit (-slose), Bildung, Gesundheit und vieles mehr. Obwohl Deutschland bisher gut durch die Krise gekommen ist, besteht für 16% der Bevölkerung ein Armutsrisiko. 30% dieser Personen können sich keine regelmäßigen warmen Mahlzeiten leisten:

Fast jeder dritte Armutsgefährdete (30 %) war nicht in der Lage, zumindest jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder entsprechenden vegetarischen Zutaten einzunehmen.

Alte Menschen sind oft betroffen, da ihre Rente nicht für das tägliche Essen ausreicht. Sie sind auf Unterstützung durch Hilfseinrichtungen wie “Tafeln” oder Suppenküchen angewiesen. Wie kann es sein, dass in einem Land in dem Lebensmittel industriell erzeugt werden diese nicht ausreichend für alle zur Verfügung stehen? Ich habe keine Antwort.

Die Lebensmittelindustrie produziert nicht nur mit quälerischen Methoden für die Tiere, unter Bedrohung der Menschen die sich gegen das System stellen und unter Einflussnahme von Lobbyorganisationen – sie teilt unsere Gesellschaft. Sie grenzt Menschen aus die zu wenig Geld haben, sie vergiftet eine Mittelschicht (die nicht das Geld oder Bewusstsein hat sich biologisch und fair) zu ernähren und sie hofiert eine Oberschicht mit immer neuen, angeblich kulinarischen Dummheiten wie Mineralwasser aus Grönland und Salz vom Himalaja.

Die alten Menschen denen es heute teilweise schlecht geht, gehören noch zu einer Generation die Deutschland nach dem Weltkrieg aufgebaut haben, ihn teilweise noch miterlebt haben. Ein Lebenspartner ist verstorben, ein Einkommen (meist das größere) weggefallen, ein Hinzuverdienst nicht möglich. Diese Leute können sich rund 60 Jahre nach Kriegsende nicht mehr eine warme Mahlzeit täglich leisten.

Gut gemacht Deutschland!

  About Eating

This Blog is about restaurants in Berlin – about good food. Today, „good food“ stands for organic, locally produced and at least fair traded food. No pressed meat, no artificial cheese, no additives, pesticides or plastic bags. Those are the minimum requirements.  Recently a federal organisation published the „Data Report Germany 2011“ – though some facts and figures are as old as from 2008 or 2010. Amongst other things, this report contains a number of details regarding work, money, education, health.

Although Germany managed to steer through the crisis pretty well, about 16% of its population is in danger of poverty. One third of this population can’t afford regular warm meals.

Almost every third person wasn’t able to eat a full meal with meat, fish or equivalent vegetarian nutrition every second day.

Often older people are affected; the income of a pensionist is not even enough for their dayly sustenance. They need support from organisations like “City Harvest” or other social kitchens. How can this be!? In a country with an industrialised food production we can not provide for all? I have no answer.

Not only does the food industry produce meat using cruel methods – intimidating people who speak out against the big companys and taking advantage of lobbyists – it also splits our society.

The food industry marginalises people experiencing poverty, it poisons a middle class that has neither money nor moral sense to eat biologically and fair as it spoils the upper class with new allegedly culinary stupidities such as mineral water from Greenland or salt from Himalaya.

The old are part of a generation that helped rebuild Germany after World War II, some of them even fought in this war. And now – about 60 years after WWII – these people, once again, do not have enough money for one warm meal per day.

Congrats Germany – well done!

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Eine Antwort auf „Über Essen / About Eating

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