Kurpfalz-Weinstuben Berlin Wilmersdorf

Vor einiger Zeit besuchte ich mit Freunden die Kurpfalz-Weinstuben in Berlin Wilmersdorf . Leider konnte ich mich im Nachgang nicht mehr so gut an die Details des Abends erinnern, nicht weil ich so derartig viel getrunken hatte, sondern weil es einfach einer profunden Menge an Weinwissen bedurfte um von diesem Abend zu berichten. Für diesen Artikel konnte ich Katja und Christoph gewinnen – der erste Gastartikel:

Das besondere an den Kurpfalz-Weinstuben ist nebem dem schmackhaften Essen vor
allem das fundierte Weinangebot zu vernünftigen Preisen, so dass man bei dem
einem oder anderen Fläschchen auch mit Freude einen weinseeligen Abend in
aufgeschlossener Runde verbringen kann.
Ein Schwerpunkt liegt auf den Gewächsen sehr guter deutscher Erzeuger wie
Koehler-Ruprecht, Heymann-Löwenstein, Emrich-Schönleber, Georg Breuer. Daneben
lassen sich aber offen und als Flaschenwein auch andere Erzeuger
entdecken und vor allem auch ältere und gereifte Jahrgänge und bei Bedarf auch
Großflaschen (Magnum aufwärts) probieren.

Wir konnten uns in diesem großen Angebot auf kundige Führung verlassen, am
Ende waren 5 Flaschen gelehrt:

Als Aperitif genossen wir eine Flasche Sekt. Da wir eine Alternative zum
südtiroler Arunda-Sekt probieren wollten, der als Standardangebot auf der
Karte steht, wurden uns kurzerhand alternativ 3 Sekte aus den Keller-Bestand
angeboten. Unsere Wahl fiel auf einen ausgefallenen Sekt aus der Pfalz mit der
dort verbreiteten würzigen Rebsorte Auxerrois, der ein schönen Einstieg in den
Abend darstellte.

Bei der 1. Flasche Wein blieben wir in der Pfalz und kosteten einen frischen
trockenen 2009 Riesling Kabinett des zuverlässigen Weinguts Georg Mosbacher
aus Forst an der Weinstraße.

Die mineralische aber auch nachhaltige 2006er Monzinger Frühlingsplätzchen
Riesling Spätlese trocken vom Nahe-Spitzenwinzer Emrich-Schönleber stellte die
nächste gelungene Steigerungsstufe dar. Leider haben wir an diesem Abend wohl
die letzte Flasche des Kellervorrats angeboten bekommen.

Nach diesen jüngeren Jahrgängen konnten wir mit dem 98er Winninger Uhlen von
Heymann-Löwenstein einen älteren Jahrgang verkosten, der mit seiner opulenten
und barocken Reife ein würdiger Vertreter des dortigen Schiefer-Terroirs ist.

Zum Dessert (saftige Apfel-Tarte) bzw. Käse (leckerer Stilton) konnten wir zum
Abschluß wieder aus dem Angebot von 4 Süßweinen wählen, die uns der Patron
Herr Schulz kurzerhand aus seinem Kellerbestand angeboten hat.
Wir erfreuten uns dazu an einer 96er Niersteiner Ölberg Riesling Beerenauslese
von der Rheinfront aus dem Weingut St. Anthony. Solch einen gereiften Süßwein
aus einer großen Lage findet man nicht überall im Angebot.

Angesichts des gut gepflegten Kellers der Kurpfalz-Weinstuben, kann man jedem
Gast nur empfehlen, hier gezielt beim Patron nach solchen Weinen nachzufragen,
der sich über weininteressierte Gäste sehr freuen wird.

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