Der Gorilla ist los

Passen Fastfood und Bio zusammen? Vor dem Hintergrund des gerade besprochenen Films Food Inc. scheinbar ein Widerspruch. Gorilla versucht es. Mit dem Slogan Natürlich Fastfood wirbt die Kette um erschöpfte Großstädter, die einen Ausweg aus der klassischen Fastfood-Falle suchen. In mittlerweile fünf Filialen gibt es Salate, Suppen, Reis und Nudeln – kein Fleisch, aber Bier. Die Preise können sich sehen lassen. Bitte mehr davon!
Gorilla - natürlich Fastfood
PS: Die Website dagegen ist eine Katastrophe! Image-Maps – die ganze Seite! Hallo Leute, da ist dringender Nachholbedarf, obwohl der Rest des Kommunikationskonzepts ganz professionell wirkt.

Weinleiner in Berlin schließt

Schlechte Nachrichten zu Beginn des Jahres. Michael Leiner schließt seinen Weinladen. Der Umzug in der Charlottenburger Pestalozzistraße, hin zum belebteren Ende an die Wilmersdorfer Straße, scheint nicht die erhoffte Verbesserung gebracht zu haben. Neben (einmal jährlich) Federweißen und Zwiebelkuchen bleiben mir vor allem die Newsletter in Erinnerung, die oft Rezepte beinhalteten oder mal ganz rebellisch zum Wechsel des Stromanbieters aufforderten. Schade – ein freundliches Gespräch war immer drin – offensichtlich meinerseits zu selten. Alles Gute für den weiteren Weg.
Der Weinleiner ist noch bis zum 20. März 2009 geöffnet.

Food Inc. auf der Berlinale

Wir haben es immer geahnt, nicht wirklich gewusst – nun ist es raus! Unsere Nahrungsmittel, die wir täglich essen sind – tja -Scheiße. Food Inc. zeigt die dunklen (und braunen) Seiten der industriellen Nahrungserzeugung und darüber hinaus, wie die großen Konzerne ihre Gewinne sichern. Sie versuchen die Wahrheit zu verschweigen. Wer hinter die Kulissen der heilen Farmwelt schauen möchte wird behindert. Offizielle Stellungnahmen gibt es nicht. Wer sich wehrt wird verklagt und anderweitig eingeschüchtert. Food Inc. beschreibt ein System, das wir anfangs wollten (weil wir einfaches und preiswertes Essen wollten) und das später zu einem Monster wurde: Tiere quält, falsche Subventionen von unseren (in diesem Falle amerikanischen) Steuergeldern zahlt, Aufklärung verhindert und in letzter Konsequenz zum Tod von Menschen führt.
Zum Glück werden diese Umstände seit einigen Jahren schon kritisiert und öffentlich gemacht. Ein Ergebnis daraus ist der bewusstere Umgang mit Nahrungsmitteln, was zum Boom der Bio-Lebensmittel in den letzten Jahren führte und zu Bewegungen wie Slow Food. Was jetzt noch fehlt ist der Sprung von einem Luxusgut, was die Bio-Ernährung eindeutig ist, zum täglichen Gemeingut.
In der anschließenden Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass man die gezeigten Zustände ändern müsse – mehr bewusste Ernährung. Was beim Anblick der Suppe-essenden Gäste im Anschluss an die Veranstaltung deutlich schwer fiel. Der Hunger auf der Welt ist groß, das weiß ich, aber ausgerechnet beim Berlinale-Publikum.

Kleine Häppchen

Neue Ideen gefragt! Kleine Portionen zu ebenso kleinen Preisen werden im ProbierMahl serviert. Die Speisekarte enthält kleine Portionen von Vorsuppe und Salat, über Hauptgerichte bis zu Desserts. Soviel wie möglichen soll man von den kleinen Happen probieren können. Zwei bis drei dieser kleinen Gerichte kommen einem normalen Gericht sehr nahe. Die Speisekarte enthält rund 20 Gerichte und wechselt in Teilen im Wochenrythmus.
Ergänzt wird das kulinarische Erlebnis durch eine gut sortierte Getränkekarte und nicht zuletzt durch die bohème-artige Ausstattung des Restaurants.
Absolut empfehlenswert! EC-Karten werden genommen, parken ganz schlecht.